Stelle einen dezenten Timer alle 75 bis 120 Minuten. Wenn er klingelt, lehne dich zurück, platziere beide Füße vollflächig, löse den Kiefer und atme zehnmal verlängert aus. Schaue anschließend auf einen festen Punkt in zwei Metern Entfernung. Diese kurze Sequenz senkt innere Beschleunigung, ohne dich aus der Aufgabe zu reißen. Du kehrst fokussierter zurück und verhinderst die schleichende Erschöpfung, die oft erst abends auffällt.
Benenne fünf Dinge, die du siehst, vier, die du fühlst, drei, die du hörst, zwei, die du riechst, eins, das du schmeckst oder dir vorstellst. Diese strukturierte Wahrnehmungsleiter zieht Aufmerksamkeit aus Gedankenkaskaden. Sie dauert weniger als eine Minute und kann diskret durchgeführt werden. Nach einigen Wiederholungen setzt ein Lerneffekt ein: Die Welt wird wieder dreidimensional, der Bildschirm verliert seinen Sog, Entscheidungen werden nüchterner.