In Bus oder Büro genügt die innere Stimme: benenne mental zwei Farben im Raum, spüre Schuhe an Fersen und Zehen, lausche dem leisesten Geräusch. Nutze Mikrogesten wie Daumen über Fingernagel oder Stoffkante zwischen Fingerkuppen. Ein kleiner Duftroller im Rucksack kann helfen, ohne Aufmerksamkeit zu ziehen. Wenn du willst, zähle Atemzüge zwischen den Sinneschritten. Diskretion schützt die Privatsphäre und macht regelmäßige Anwendung realistischer. Du bleibst verbunden, während du deine Aufgaben erledigst, und baust eine unauffällige Sicherheitsleine durch deinen Tag.
Mach ein Suchspiel daraus: Wer entdeckt fünf runde Dinge? Wer fühlt vier weiche Oberflächen? Wer hört drei lustige Geräusche? Verwandle die Abfolge in eine kleine Expedition mit Fantasie und Humor. Kinder lieben klare, erreichbare Aufgaben, besonders wenn sie Lob für aufmerksames Entdecken bekommen. Kurze, fröhliche Runden reichen völlig. Ein Sticker, ein Steinchen oder eine kleine Karte kann der Erinnerung dienen. So lernen Kinder, Gefühle zu benennen, Körper zu spüren und sich selbst zu beruhigen, ohne Druck, sondern mit Freude und Neugier.
Wenn ein Sinn eingeschränkt ist, verstärke andere Kanäle. Wer weniger hört, arbeitet intensiver mit Sehen und Fühlen; wer weniger sieht, nutzt Tastsinn, Klangvibrationen oder Geruchsmarker. Passe die Zahlen flexibel an, etwa 3-3-2-1, und wähle Reize, die zugänglich und angenehm sind. Hilfsmittel wie strukturierte Oberflächen, temperaturvariable Gegenstände oder kleine Vibrationsgeräte können Orientierung stiften. Wichtig ist die Autonomie: Du entscheidest, was guttut. Die Essenz bleibt gleich – konkrete Wahrnehmung, sanfte Struktur, respektvolle Selbstbegleitung – nur die Wege dorthin variieren.