Lege dich am Boden, Hüften nah an die Wand, Beine hoch. Fünf bis zehn Minuten genügen, um venösen Rückfluss zu unterstützen, die Lenden zu entlasten und das Nervensystem mit klaren, stillen Signalen zu beruhigen. Lass die Zunge schwer im Mund liegen, atme durch die Nase, zähle weiche Vierer. Ein Kissen unter dem Becken kann wohltuend sein. Spüre das ruhige Gewicht der Fersen, und erlaube dir, mit jeder Minute ein wenig tiefer in Boden und Vertrauen zu sinken.
Setze dich aufrecht oder lege dich ab, führe winzige Halbkreise mit dem Kopf, ohne zu drücken. Stell dir vor, die Haut an Hinterkopf und Nacken würde sanft zur Schwerkraft hin schmelzen. Kombiniere mit einer Atemzählung und winzigen Schulterkreisen nach hinten. Wer viel am Bildschirm war, spürt häufig ein sofortiges Entgräten der Gedanken. Beende mit einer behutsamen Selbstmassage entlang Schlüsselbein und Kiefergelenk. Wenige Minuten reichen, um Kieferdruck zu lösen und den Blick nach innen weich zu fokussieren.
Lege dich in Rückenlage, Knie angewinkelt, Füße hüftbreit. Rolle ein Handtuch unter die Knie, damit die Lenden flächig landen. Wandere mit Aufmerksamkeit vom Hinterkopf bis zu den Fersen, als würdest du die Kontur deines Körpers im Boden nachzeichnen. Wenn Gedanken abdriften, kehre freundlich zum Kontaktpunkt zurück. Dieser sensorische Dialog verlangsamt rasende innerliche Dialoge. Beende mit drei langen Ausatemzügen und spüre, wie dein Rücken die Unterlage nun entschlossen und ruhig „beansprucht“.

Zehn bis fünfzehn Minuten in warmem Wasser erhöhen die Hauttemperatur leicht, wodurch der Körper nach dem Bad Wärme abgibt und müde wird. Ein Tropfen mildes Öl, gedimmtes Licht und ein ruhiger Atem zählen mehr als Schaumberge. Achte auf Verträglichkeit, trinke danach ein paar Schlucke Wasser. Wer keine Badewanne hat, kann mit einer warmen Dusche arbeiten, dabei den Strahl bewusst über Nacken und Rücken führen. Schließe mit Socken ab, um die Wärme länger im Körper zu halten.

Eine Schüssel, warmes Wasser, eine Hand Salz, vielleicht etwas Magnesium – mehr braucht es nicht. Während die Füße ruhen, streiche mit den Daumen die Sohlen aus, als würdest du Sand glätten. Atme länger aus, stelle dir vor, dein Gewicht sinkt unterhalb der Knöchel in die Erde. Dieser einfache Reiz beruhigt erstaunlich zuverlässig. Beende mit trockenen, warmen Socken und einem kurzen Dank an deine Füße für den getragenen Tag. Teile gern deine Lieblingskombinationen, damit andere inspiriert experimentieren.

Räume Sichtflächen frei, verbanne Arbeitsgeräte, lüfte kurz und stelle die Temperatur etwas kühler ein als tagsüber. Weiche Stoffe, ruhige Farben und eine klare Bettstruktur lassen den Körper schneller ankommen. Vermeide intensive Düfte im Schlafzimmer selbst, nutze sie im Bad oder Flur, damit der Raum frisch bleibt. Lege dein Notizbuch griffbereit ab, falls ein Gedanke doch auftaucht – schreibe, schließe, atme, lösche Licht. Ein verlässlicher Schutzraum entsteht aus Wiederholung, nicht aus Perfektion; beginne heute sanft.